Vergaser Ultraschallreinigungen

Nach dem Ultraschallreinigen

Nach der Ultraschallreinigung - Vor dem Einbau:
Verunreinigungen entstehen nicht nur im Vergaser, sondern natürlich auch im Tank (Harze/Ablagerungen + Rost), den Benzinleitungen, ggf Benzinpumpen und Filtern.
Nichts wäre ärgerlicher als einen Vergaser reinigen zu lassen und kurz darauf gleich wieder die selben Probleme am Motorrad zu haben.
Daher sollten man immer auch einen Blick auf alle anderen Komponenten werfen.
Viele Bikes haben zudem von Hause aus nur einen eher groben Benzinfilter, so das man sich bei Problemen immer überlegen sollte ob man nicht einen Papierfilter (da feiner) einsetzt - Diese gibt es auch in kleineren Bauformen (siehe Shop)

Nach der Ultraschallreinigung - Beim Einbau:
Achten Sie bitte immer darauf das Sie beim Einbau  alles wieder an seinen richtigen Platz bringen (z.B. liegt der Gaszug einwandfrei ohne einzuklemmen?) und keine relevanten Teile zu beschädigen (O-ringe der Ansaugstutzen noch intakt?)

Nach der Ultraschallreinigung - Nach dem Einbau - wenns mal patschen sollte:
Benzin ON, kurz warten das die Schwimmerkammern sich füllen können, Choke rein und starten.
Das Ihr Motorrad patscht hat fast immer 2 Gründe - Versiegelung + Synchronisation.
(Versiegelung Wieso? Weil viele Vergaser nicht direkt wieder zum Einsatz kommen, die Pooren nach dem Ultraschallreinigen aber offen sind. Ihr Vergaser soll ja weder anlaufen, noch sich etwas Ablagern können - daher diese Schutzschicht (werden sie innen + außen eingesprüht), die über die Zeit wegzieht. So kann der Vergaser problemlos z.B. bei einer Vollrestauration eine Weile liegen bis er eingesetzt wird. Bei Vergasern die aber schon eine kurze Weile nach der Reinigung zum Einsatz kommen, ist diese Schicht innen noch nicht vollständig weg, so das es eben" im ersten Moment" zu einem ganz leichten Patschen kommen "kann", weil sie durch Benzin abgelöst wird.)
Ihre Regulierschrauben sind, wenn Bekannt auf den Vorgabewert voreingestellt - ist dieser nicht bekannt, auf 2 oder 2,5 Umdrehungen raus - bzw wird ggf am bisherigen Einstellwert Maß genommen.
Ist das Motorrad bei normaler Betriebstemperatur (kann das Bike gefahren werden - eine "ruhige" kleine Runde drehen / falls nicht, warm laufen lassen, einstellen, fahren und ggf dann noch mal nachjustieren) können Sie die Synchronisation machen und ggf die Regulierschrauben noch mal nach Ihren Vorstellungen weiter rein oder raus drehen.

Fehler die Biker/innen an Vergasern häufig machen...

Membranwechsel:
Neue Membranen oder Libranen selbst einsetzen ist kein Hexenwerk, aber hier gibt es drei Fehler die häufig gemacht werden.
1. Die Membranen, bzw dessen Nadeln werden  vertauscht (nicht alle Vergaser haben auf jedem Bereich die gleiche Nadel)
2. Die Membrane liegt nicht richtig in der Fräsung vom Vergaser und wird damit eingeklemmt.
Hilfe:  Membrane einsetzen und mit einigen Stückchen Kreppband (kein Klebeband) möglichst weit außen fixieren. Den Deckel auflegen und "leicht" gegen den Deckel drücken. Nun nach und nach das Krepp vorsichtig nach außen wegziehen. Nun den Deckel anschrauben.

(Für Anleitungen/Hilfen etc gilt: Es handelt sich um Eigen- Erfahrungen und eine Haftung bei Schäden durch Anwendung dieser, ist ausgeschlossen ! - Bilder unterliegen ausdrücklich meinem Copyright und eine Verwendung ist nur mit meiner Erlaubnis gestattet)
3. Beim einsetzen der Membrannadeln findet man häufig, bzw bei einigen Vergasern nebst der Nadel auch noch  einen Sicherungsring der die Nadel in einer bestimmten Position (Höhe) hält, was natürlich wieder gleich gesetzt werden muß. aber einige Vergaser haben zudem einen Kunststoffring mit einer kleinen Nase daran, der im Membranschieber einrasten muß (durch drehen). Verschraubt man die Nadel wieder in den Membranschieber ohne darauf zu achten, liegt die Nadel zu hoch im Schieber und das Bike wird nicht richtig laufen.

Wunderschöne Schrauben:
Viele Biker/innen die ihr Bike pflegen, wünschen sich Schrauben  ohne Rost oder haben einfach festgestellt das die alten Schrauben eher weich sind und schnell einen Defekt am Kopf aufweisen.
So fällt die Wahl häufig auf Edelstahlschrauben und das meist auf Inbus.
Leider wird nicht bedacht das man eine Kreuzschlitzschraube nie von Hand so fest anziehen kann wie eine Inbusschraube und so erliegt oft das weiche Vergasermaterial einem eifrigen Biker und die Folgen sind zerstörte Gewinde oder gar ausgebrochene Vergaserbereiche.
Auch Federringe werden häufig vergessen, die aber durchaus ihre Daseinsberechtigung haben.
Daher... ist die Wahl einer Kreuzschlitz-Edelstahlschraube nicht wirklich die Schlechtere ;-) und wenn Inbus, dann behutsam einsetzen, denn nach "fest" kommt "lose"